VIVA

Ein Programm zur Verbesserung der Selbstregulation

VIVA ist eine präventive Intervention, die sich in der gegenwärtigen Ausgestaltung an Jugendliche und  Erwachsene richtet. Befindensbeeinträchtigungen (Angst, Depression) und Verhaltensauffälligkeiten sind häufig auftretende Probleme, die – wenn nicht frühzeitig angegangen – sich zu Störungen entwickeln können. Aus diesem Grunde legt VIVA grossen Wert darauf, die eigenen Stimmungen zu erkennen um adäquat darauf reagieren zu können. VIVA sollte deshalb zu einer besseren emotionalen Selbstregulation und zu einer Verbesserung des Befindens führen. Die Intervention wird in neun wöchentlichen Gruppensitzungen von 90 min. angeboten.

Das Manual liegt in deutscher und französischer Version vor und erlaubt eine standardisierte Durchführung. Der Kurs wurde bis anhin an etwa 400 Jugendlichen in der deutschen und  französischen Schweiz durchgeführt und wurde unter Feldbedingungen evaluiert, was mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist. Die Schwierigkeiten liegen dabei vorab im Setting. Es gab keine konstanten Bedingungen für die Durchführung. Dennoch zeigen die Resultate der Evaluation in der Tendenz die theoretisch erwarteten Wirkungen. Diese zeigen sich in einer Verbesserung der inneren Kommunikation bei jenen Teilgruppen, die eine erhöhte negative innere Kommunikation hatten. In der Folge veränderten sich auch die Befindensparameter – Ängstlichkeit- und Depressionswerte, die zu Beginn über der Norm lagen. Diese bewegen sich nach 3 Monaten  - nach Ende der Intervention in den Normbereich. Auch Verhaltensauffälligkeiten verbessern sich teilweise – dies jeweils gemessen an einer unbehandelten Vergleichsgruppe.

Es lassen sich zwei Gruppen identifizieren, die vor allem von VIVA profitieren. Personen, die bereits erste Symptome erhöhter Ängstlichkeit und Depression zeigen und Personen, die eine schlechte soziale Ausgangslage haben. Wobei eine schlechte soziale  Ausgangslage (Eltern getrennt oder geschieden, viele Umzüge im Laufe des Lebens, Schulausschluss) oft mit einer Befindensbeeinträchtigung zusammenfällt. Soviel zu den objektiven Massen. Die subjektiv erfragte Verbesserung bei den Jugendlichen zeigt ein weit positiveres Bild der Veränderung. Personen, die den VIVA Kurs mitgemacht haben und von 9 Sitzungen mindestens an 7 teilgenommen haben, geben zu >90% an, dass sie sich günstig verändert hätten.

Ein weiteres Mass der Evaluation ist die Zufriedenheit mit dem Kurs. Die Teilnehmer/innen gaben über jede durchgeführte Gruppensitzung ihre Meinung ab. Hier zeigt sich bei jenen, die zumindest an 7 Sitzungen teilgenommen hatten, eine hohe Zufriedenheit. Auf einer 5-stufigen Skala von 'gar nicht' bis 'sehr' liegen die Werte um 4,  was als hohe Zufriedenheit interpretiert werden darf.

VIVA wurde im Rahmen einer Feldstudie auf seine Effektivität geprüft. Zentral für VIVA ist die Emotionsregulation bzw. die Verbesserung der Selbstregulation. Um die eigenen Emotionen regulieren zu können, ist es notwendig, dass die Teilnehmer/innen hinsichtlich ihrer inneren Kommunikation (wie sie mit sich selbst reden) sensibilisiert werden. Als bestimmendes Element gilt hier die Veränderung der negativen Selbstkommunikation, da diese auf das Befinden (Ängstlichkeit, Depression) Einfluss nimmt. Ein zweites Element der Intervention ist die Beeinflussung des Risikoverhaltens. Als Indikator des Risikoverhaltens kann das normbrechende Verhalten (Delinquenz) als auch das Rückzugsverhalten herangezogen werden. Weitere Indikatoren können dissoziale und aggressive Verhaltensweisen sein.

realize-it

“realize-it” ist ein 12 Wochen dauerndes Interventionsprogramm für Cannabiskonsumenten und -konsumentinnen. Es besteht aus 5 Einzelsitzungen und einer Gruppensitzung. Es handelt sich um ein kognitiv verhaltenstherapeutisches Programm, das weitgehend auf die aktive Mithilfe der Teilnehmer/innen setzt. Um diese aktive Teilnahme zu erleichtern, arbeitet das Programm mit einem „Booklet“. Das „Tagebuch“ thematisiert Probleme, die im Zusammenhang mit der Konsumreduktion auftreten und gibt Hinweise, wie man damit umgehen kann.

Gewicht reduzieren, aber wie?

Ein Programm zum Verändern von Gewohnheiten und zur Gewichtsreduktion:

Das Programm beginnt damit, dass Sie neue Gewohnheiten in Bezug auf körperliche Aktivität und Ernährung lernen. Es wendet sich an Personen  mit enem BMI über 25 (kg/m2). Es wurde im Rahmen eines Forschungsprogramms an über 150 Personen evaluiert.

* BMI = Gewicht [kg] / Grösse [m2]

Was beinhaltet das Programm?

- 2 Mal wöchentlich ein körperliches Training während 14 Wochen
- Führen eines Begleitheftes zur Ernährung
- Gespräche zur Förderung der Motivation

Zum Herunterladen (pdf) der Broschüre "Gewicht reduzieren, aber wie?" und dem "Begleitheft Ernährung" gehen Sie auf Publikationen - Materialien